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Alle Jahre wieder – (02/2010) |
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Siegbert Stümke
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…steht nicht nur das Christkind vor der Tür, sondern auch unser traditionelles Redaktionswochenende. Drei Tage zusammen fischen, schnacken, die Konzepte für die nächste Saison besprechen, den erfolgreichsten Angler des Wochenendes küren, viel essen, vielleicht das eine oder andere Bier.
Und da sind wir schon beim springenden Punkt: der obligatorische Einkauf. Der dieses Mal bei mir hängen blieb. Mittwochmittag die E-Mail mit der Einkaufsliste erhalten (Donnerstag sollte Abfahrt sein!), um 14 Uhr musste ich meinen kleinen Sohnemann abholen, um 17 Uhr wieder abliefern. Die Mutter kam zu spät, Unfall in der Innenstadt. Da musste ich zwecks Einkaufs aber auch durch. 18 Uhr, die Unfallstelle geräumt, und noch zwei Stunden bis Ladenschluss. Zuerst aber in das Angelgeschäft, wer zu faul zum Suchen ist, muss eben kaufen! 19.15, noch 45 Minuten bis Ladenschluss. Kein Eurostück für den Einkaufswagen, also rein in den Supermarkt und Geld wechseln. 19.30 Uhr, wo ist der Einkaufszettel? Egal, muss so gehen. Quasi im Laufschritt durch die Regale. Kurz vor 20 Uhr versanken die Räder des überfüllten Wagens schon fast ins Linoleum, dabei fehlte noch die Hälfte! Was nun? Half nichts, den Rest musste ich am nächsten Morgen besorgen. Dabei wollte ich gegen 4 Uhr starten, damit ich vor dem Eintreffen der Kollegen noch ein paar Würfe am Forellensee Skyggehale machen konnte. Konnte ich mir jetzt abschminken. Am Donnerstagmorgen punkt 8 Uhr wieder rein in den Supermarkt. Sieben Kisten Bier, eine Flasche Whiskey, vier Flaschen Cola – und ein Kilo Hackfleisch. Ach ja, eine Großpackung Toilettenpapier. Bei diesem peinlichen Inhalt fiel mir das mühselige Schieben Richtung Kasse noch schwerer. Die Augen der netten Kassiererin sprachen auch Bände. Ich war kurz davor zu sagen: nicht für mich, für Kollegen! Hätte sie mir eh nicht geglaubt. Nicht dass ich in diesem Supermarkt Stammkunde bin, aber ich vermute, die gute Frau hat schon das eine oder andere Mal meinen Privateinkauf abgefertigt – ein Sechserpack Bier, zwei Tüten Chips, eine Schachtel Prince, eine Tafel Marabou-Schokolade und eine Packung Gelee-Bananen! Keine Frage, Junggesellen tun sich beim Einkaufen halt ein bisschen schwerer. Das zeigte sich auch später, als die Kollegen nach den Hüftsteaks fragten, und nach dem Fangschnaps, und nach den Süßigkeiten.
Damit war klar: Im nächsten Jahr bin ich den Einkauf los – und dafür ein paar Stunden eher am Wasser! Siegbert Stümke
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