Zickige Zander oder Aale im November

Geschrieben von Tobias am .

Dieser Happen war für Zander und Hecht gedachtDieser Happen war für Zander und Hecht gedachtMit Köderfisch, Grund- und Posenmontagen auf Zander: Das war der Plan für unsere Rubrik „Mit uns am Wasser” für die kommende Januar-Ausgabe. Zusammen mit Arnulf suchte ich mir für die Umsetzung dieser Geschichte ein nettes Plätzchen an den Stadtkanälen Hamburgs aus. An dieser Stelle hatten wir früher schon häufiger Zander und auch immer wieder gute Hechte mit Kunstködern gefangen – im November! Dann sollte es doch mit vier Köderfischruten erst recht klappen, oder? Denkste! Am frühen Nachmittag legten wir bei ungewöhnlich milden Temperaturen die Köder aus. November: der Aal läuft (und beißt auf viel zu große Köfis...)November: der Aal läuft (und beißt auf viel zu große Köfis...)Der erste Biss kam kurz vor der Dunkelheit. Die Schnur lief von der Rolle. Ich wartete zwanzig Sekunden und schlug hart an – und zwar ins Leere. Ein Maulabdruck auf dem Köderfisch verriet jedoch: Das war keine Krabbe! Egal, die gute Zeit sollte ja nun eigentlich erst beginnen, tat sie aber nicht. Es passierte nichts – bis ich gegen 22.00 Uhr eine meiner Ruten kontrollierte. Da hing doch tatsächlich ein kleiner Aal am Haken. Ansich nicht so ungewöhnlich, wäre der Köderfisch nicht eine Güster von etwa 12, 13 Zentimetern Länge gewesen und hätte ich ihn nicht mit zwei großen Zwillingen angeködert. Keine Ahnung, wie es der selbstmörderische, kleine Schlängler geschafft hat, sich den Greifer durch den Kiefer zu treiben. Wir reagierten sofort und bauten die Ruten um. Mit kleineren Haken und Fischfetzen wollten wir nun versuchen, wenigstens noch ein, zwei Aale zu erwischen. Wie’s ausgegangen ist, könnt Ihr Euch ja vorstellen…

So, nun geht’s aber Richtung Dänemark. Die Kollegen drängeln schon, wollen endlich los. Das Redaktions-Wochenende steht an. Wir werden von Donnerstag bis Sonntag auf der schönen Insel Langeland auf Regenbogen- und Meerforellen angeln. Wie’s da so gelaufen ist, lest Ihr natürlich hier im Blog und in Eurer Rute & Rolle.

Bis dahin: Fangt was!

Viel Wind, aber auch etwas Fisch

Geschrieben von Arnulf am .

Tobias Norff erwischte früh einen Fisch – in einer der wenigen WindpausenTobias Norff erwischte früh einen Fisch – in einer der wenigen WindpausenAngeln am Forellensee ist eine gefährliche Sache – zumindest bei so einem Sturm wie wir ihn während unseres Redaktions-Wochenendes auf Langeland hatten. Gleich ein paar Mal hätte es fast einen Redakteur umgepustet. Kein Scherz, bei einer satten 10 aus Südwest kann man schneller im Teich landen als einem lieb ist. Zum Glück ist alles gut gegangen und alle sind seit gestern Nachmittag auch wieder heil wieder zu Hause. Zurück auf die dänische Anglerinsel: Wie gesagt ging es zuerst auf Regenbogner-Jagd. Am extrem hübschen Langelands Lystfiskersø bei Humble (Internet: www.putandtake-langeland.dk) ließen wir Freitag Twister, Fliegen, Bienenmaden-Imitate, Wobbler, Spinner und noch viele andere bewährte Gemeinheiten zu Wasser.Holger Bente mit „stürmischer“ GroßforelleHolger Bente mit „stürmischer“ Großforelle

Doch alle Köder fanden nur eine begrenzte Anzahl von geschuppten Interessenten. Und die Bisserkennung war auch nicht leicht. Oft wurden Windböen angeschlagen, die die Rutenspitze plötzlich krumm gebogen haben… Trotz aller Widrigkeiten konnten wir aber ein paar Fische aus dem See kitzeln. Einer der Kollegen ging am Ende von Tag eins mit 5 fetten Regenbognerinnen in Führung beim internen Wettangeln. Am Abend war im riesigen Andrees Angelreisen-Ferienhaus dann Umrüsten angesagt…

Dieser Küstendorsch war nicht groß, aber doch bedeutungsvollDieser Küstendorsch war nicht groß, aber doch bedeutungsvoll…denn an Tag zwei ließen wir uns dann salzige Luft um die Nase wehen und gingen an einem Strand im Südosten Langelands auf Silber- und Bronzesuche. Bei deutlich weniger Wind waren Meerforellen und Dorsche das Ziel. Und auch vor Ort, denn schnell packte ein erster Fisch zu. Doch die silberne Schönheit war aus der Nachwuchsklasse ausgebüchst. Leider lagen alle sechs Forellen dieses Angeltages unter unserem internen Mindestmaß von 45 Zentimetern.  So waren es am Ende zwei Dorsche, die sich Spöket-Küstenwobbler schnappten und für die Entscheidung sorgten.

Wer es am Ende auf den legendären Rute&Rolle-Ehrenteller geschafft hat, ist in der Januar-Ausgabe von Rute&Rolle nachzulesen.

Weiterangeln!

Euer Arnulf

Zander zickig Teil II

Geschrieben von Tobias am .

Zwei Tage vorher 15 Grad, am zweiten Morgen vor Ort Eiskratzen. Braucht kein Mensch!Zwei Tage vorher 15 Grad, am zweiten Morgen vor Ort Eiskratzen. Braucht kein Mensch!Da haben wir uns ne richtige Klatsche abgeholt… Nachdem die Köderfischsitzung schon nicht von Erfolg gekrönt war (siehe Blog-Eintrag letzten Donnerstag) gab’s kurz darauf für Arnulf und mich noch mal eins obendrauf. Mit unserem Boot auf dem Trailer machten wir uns auf, um ein neues Gewässer zu erkunden. Drei Tage Vertikalfischen standen auf dem Programm. Nach rund zwei Stunden Fahrt kam der erste Rückschlag als wir an der Kartenausgabestelle ankamen. Ich hatte alles organisiert und der freundliche Herr vom Angelgeschäft hatte extra für uns am Sonntag kurz geöffnet, um uns die Karten zu geben. Ein Hoch auf einen zuverlässigen Motor. An ihm lag's auf jeden Fall nicht!Ein Hoch auf einen zuverlässigen Motor. An ihm lag's auf jeden Fall nicht!Wir wollten dann schnell das Ferienhaus beziehen, das Boot wassern und sofort loslegen. Tja, leider fiel dem Herrn beim Durchwühlen seines Gastkarten-Ordners auf, dass er wohl doch keine Karten mehr hat. Und nun? Wir bekamen drei Telefonnummer, von Mitgliedern des örtlichen Angelvereins, die auch Gastkarten haben sollten. Arnulf also ran ans Handy: Der erste Herr hatte leider keine Karten mehr, der zweite hatte noch nie welche und der dritte war nicht zu Hause. Schöne Sch….! Letzte Möglichkeit: der Bürgermeister, von dem wir aber weder eine Telefonnummer, noch eine genaue Adresse hatten. Die sehr vage Wegbeschreibung des Angelgerätehändlers führte uns letztlich aber doch über viele kleine Wege zum Bürgermeisterhaus. Der Bürgermeister war nicht da. Dafür gab uns dann eine nette, ältere Dame, vermutlich seine Mutter, endlich unsere Karten. Gut, dass wir so früh aufgestanden waren… Egal, alles weitere lief glatt und wir konnten eine Stunden später als geplant die Gummis zum Grund lassen. Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Wir fingen nichts!

Ach ja, Wind hatten wir auch genug – aus der beliebten Richtung Nordost...Ach ja, Wind hatten wir auch genug – aus der beliebten Richtung Nordost...In drei Tagen bekamen wir noch nicht einmal einen Fehlbiss. Krass, oder? Am letzten Angeltag trafen wir noch einen Einheimischen, der auch schon seit Wochen keinen Fisch mehr gefangen hatte. Irgendwas musste den zickigen Biestern ordentlich auf den Magen geschlagen haben. Gut, die Temperaturen waren extrem gefallen – von über zehn Grad am Tag vor unserer Ankunft bis auf satte Minusgrade am zweiten Angeltag, dazu Wind aus Nord-Ost.

Außerdem war der Fluss stark eingetrübt und strömte ungewöhnlich stark. Trotzdem: wenigstens einen Zander hätte uns das Revier gönnen können. Wir bleiben aber am Ball und probieren es in diesem Winter noch mal. Vielleicht kann ich ja dann endlich mal nen dickenZander bloggen.

Fangt was!

Tobias

Vertikal läuft’s

Geschrieben von Tobias am .

Tobias mit ZanderTobias mit Zander

Ich traue mich ja kaum, meinen „popeligen” Zander zu posten, nachdem Elmar dieses unglaubliche Stachelschwein gefangen hat. Herzlichen Glückwunsch dazu noch mal! Es läuft weiterhin gut beim Vertikalfischen. Die letzte Tour brachte unserem Autor Florian Läufer und mir 17 Fische, darunter einer von 71 Zentimetern (siehe Bild). Sehr erfreulich: Der Schnitt lag mit rund 60 Zentimetern sehr hoch. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass der Eisgang auf dem großen Strom noch etwas auf sich warten lässt. Alle kleineren Gewässer und Kanäle in Hamburg sind schon dicht, da geht gar nix mehr. Wir hoffen, dass wir am Wochenende noch mal die Chance haben, den Zandern auf den Zahn zu fühlen. Es soll ja einen klitzekleinen Tick milder werden...

Fangt was!

Barsche bissig!

Geschrieben von Arnulf am .

Bei uns heißen sie Streifenkarpfen…Bei uns heißen sie Streifenkarpfen… Irgendwie hatten wir von den Zandern einfach die Nase voll. Bleiben ja noch die Barsche! Keine Experimente hieß es deshalb Freitag für Tobias und mich bei der Gewässerwahl. Statt Neues anzutesten blieben wir vor der Haustür, denn wir wollten auch Fotos mit fischigen Models machen. Gute Entscheidung! Getestet haben wir trotzdem Einiges – an der Köderfront. Softjerks, Tubes, Gummikrebse am Shaky Head… Und alles hat gefangen! Der Renner des Tages: das Doppel-Jerk-Rig mit zwei Softjerks hintereinander. Die Dublette war nicht dabei, aber Tobias fing gleich drei schöne Fische hintereinander auf das abgedrehte Rig, das wir ausführlich in der Januar-Ausgabe 2010 von Rute & Rolle (im Jig&Jerk-Teil) vorgestellt haben. Dazu gab’s noch einen Stachler auf ein einzelnen Softjerk am beschwerten Offset-Haken.

Das Wespennest voll getroffen: gleich zwei Großbarsche in einem KescherDas Wespennest voll getroffen: gleich zwei Großbarsche in einem KescherEin fett gefressener Hecht knapp unter der Metermarke schnappte sich dann einen Gummikrebs am Shaky-Head. Den echten Jackpot knackten wir aber am Nachmittag: Das erste Mal fingen wir Barsche an einer unserer Zanderecken. Aber nicht irgendwelche, sondern gleich vier dicke hintereinander! Auf einen wunderschönen 41er folgte ein Doppeldrill mit einem 40er und 38er, als Krönung kam dann zum Ende noch ein 43er hinterher. Diese vier Räuber bissen übrigens alle auf Shads am Jigkopf.

 

Jetzt aber erstmal: Weiterangeln – irgendwas geht immer!

Euer Arnulf

Einfach nur geil!Einfach nur geil!