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Good morning Madine – World Carp Classic 2009
Eins und eins, das macht zwei .......
......das ist nicht nur der Titel eines uralten deutschen Schlagers von Hildegard Knef, es war auch unser Motto bei der diesjährigen World Carp Classic in Frankreich. Wir zwei sind Stefan und Paul, Vater und Sohn, zwei Mann – ein Team.Ende des vergangenen Jahres packte uns die wahnwitzige Idee, einmal an dem größten, meistbeachteten Karpfenangler-Event teilzunehmen: der World Carp Classic. Die WCC findet einmal jährlich in Frankreich statt, ein Wettbewerb der Spitzenklasse. Es treffen sich Angler aus ganz Europa, in diesem Jahr waren auch wieder Teams aus den USA, Afrika und sogar Japan dabei. Genau 130 Teams kämpften um eine begehrte Glastrophäe und um andere wertvolle Preise.
1100 Hektar und Riesen-Karpfen
In diesem Jahr wurde die WCC erneut am Lac de Madine in Nordfrankreich ausgetragen, Heimat von einigen der größten Karpfen der Welt. Der Madine ist ein riesiger Stausee mit einer Wasserfläche von etwa 1100 Hektar. Der See liegt unweit der deutschen Grenze, kurz hinter Metz. Viel Wasser für 260 Angler, dennoch nicht überall ohne Probleme beangelbar. In manchen Teilen des Gewässers befindet sich sehr viel Kraut. Für andere Wassersportler ist der See kurz vor und während der Veranstaltung gesperrt. In Frankreich ist so etwas möglich.
Bei der WCC hat man die Möglichkeit, als Team zu zweit zu fischen oder mit einem zusätzlichen „Teamrunner“. Dieser darf jedoch nicht fischen, füttern oder drillen. Wir entschieden uns für die Zweierteam-Variante, eins und eins – das macht zwei! Das funktionierte sonst auch immer bestens, warum sollten wir daran etwas ändern?
Sponsoren und Sicherheit
Die Vorbereitungen für unser großes Vorhaben begannen mit der Anmeldung im Dezember 2008. Mit der zeitigen Überweisung der Startgebühr hatten wir uns zumindest schon einmal einen Teilnehmerplatz reserviert. In fast jeder Sportart gibt es Sponsoren, wieso also nicht bei einer WCC 2009 und zur Abwechslung auch mal für uns? Etwa 30 mit Liebe erstellte Sponsorenschreiben wurden von uns an namhafte Unternehmen verschickt. Es kamen einige nette Absagen, drei Firmen schenkten uns jedoch Vertrauen und unterstützten uns auf unterschiedliche Art und Weise. Anmeldung und Sponsorensuche waren jedoch nur die Spitze des Eisberges bezüglich der zu erledigenden Dinge. Der Veranstalter der WCC fordert von den Teilnehmern hohe Sicherheitsvorkehrungen. So war für jeden eine Schwimmweste Pflicht, diese war bei jeder Bootsbenutzung zu tragen, sei es beim Füttern oder beim Drillen von Fischen. Es wurden neben einem Anker mit mindestens 24 Meter Ankerseil pro Boot auch ein Signalhorn und ein Schöpfeimer gefordert. Alles wurde bei einem strengen Bootscheck peinlichst genau kontrolliert. Eine private Haftpflichtversicherung und eine Bootsversicherung waren außerdem Bestandteil der Teilnahmebedingungen.
Den Kühlschrank dabei
Wochen und Monate vor dem eigentlichen Event erstellten wir Listen mit einzukaufenden und mitzunehmenden Dingen. Immer wenn jemandem etwas einfiel, kam es mit auf den Zettel. Eigentlich wie sonst auch, aber dieses Mal sollte alles einfach perfekt sein. Wir verfügen über eine äußerst umfangreiche Ausrüstung. Dennoch besorgten wir uns von einigen Freunden Dinge, die in Frankreich eventuell von Nutzen sein könnten. Herzlichen Dank nochmal insbesondere an unsere daheimgebliebenen Angelkollegen Matze und Bernd. Wir hatten wirklich an alles gedacht. Uns würde sonst nie in den Sinn kommen, zum Fischen einen Kühlschrank mitzunehmen, am Lac de Madine war so ein Campingteil dabei. Völlig verrückt, oder ?

100 Kilo Futter
Mitte August, das Fieber stieg fast bis ins Unerträgliche, begannen wir mit dem Herstellen der für die WCC benötigten Boilies. Wir haben bereits vor längerer Zeit ein Rezept entwickelt, dass das Interesse von Brassen weitestgehend ausschließt. Dieses wurde seit dem Frühjahr immer wieder bis zur Perfektion verfeinert und sollte nun auch bei den World Carp Classic den gewünschten Erfolg bringen. Keine Flavour, keine Dips oder sonstiger Schnickschnack.
Wir fassten den Entschluß für diese eine Woche etwa 100 Kg Futter mitzunehmen. Dieses sollte sich aus 50 Kg Boilies in unterschiedlichen Größen, Pellets, Kartoffeln und Partikeln wie Hanf und Tigernüssen zusammensetzen.
Wie im Stadion
Am 28. August, mitten in der Nacht, ging es los. Endlich! Etwa 900 Kilometer lagen vor uns. Fest entschlossen und bestens vorbereitet machten wir uns auf den Weg. Das Ziel fest vor Augen: Dabei sein ist nicht alles! Viel Zeit verbrachten wir im Voraus mit Recherchen im Internet. Informationen über den See wurden eingeholt, soweit dieses möglich war. Letztendlich war aber alles auch eine Frage des Losglücks. Auf der langen Autofahrt diskutierten wir trotzdem unaufhörlich über mögliche Taktiken, machten uns Gedanken über den Ablauf und natürlich auch den Ausgang der WCC. Am Samstag, den 29.08.2009 erreichten wir nach einer etwa zehnstündigen Fahrt den Lac de Madine. Als Lager für die Teilnehmer für die Zeit vor der WCC war der Zeltplatz Heudicourt vorgesehen. Als wir dort ankamen, waren bereits viele Angler vor Ort. Über den Camps wehten National- und Teamflaggen in zahlreichen Farben. Bei den Engländern glich das ganze beinahe einem Fußballstadion. Die Polen veranstalten gerade ein kleines Match Beachsoccer, überall war die Stimmung gut und ausgelassen. Wir gesellten uns zu einem anderen deutschen Team aus Halle, später kamen noch zwei Karpfenangler aus dem Westerwaldkreis dazu. Die folgenden drei Stunden verbrachten wir mit Bootscheck, Anmeldung und Klärung aller Formalitäten. Dieses verlief bei schätzungsweise 80 Teams an diesem Tag sehr schleppend, da die Veranstalter wie schon erwähnt auf jedes Detail achteten. Jedes Team musste im Rahmen der Anmeldung bereits ein Los ziehen welches die Reihenfolge bei der späteren Verlosung der Plätze festlegte. Wir mussten mit der Nummer 103 Vorlieb nehmen, und hofften, dass bis dahin noch nicht alle guten Plätze vergeben waren. Den Rest des Tages tauschten wir mit anderen Anglern Erfahrungen aus und versuchten noch, einige Tipps zu ergattern.

Goood morning Maaadiiiiiine
Am frühen Morgen wurden wir jäh aus den Träumen gerissen, ein durchgeknallter Holländer fuhr mit Jeep und Megaphon über den Zeltplatz. Aus seiner Tröte klang minutenlang: „Goood morning Maaadiiiiiinne“, aber keiner nahm es ihm übel. Wir hatten uns vorgenommen, den uns noch unbekannten Stausee zumindest im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten zu erkunden, denn der See war bereits für alle Aktivitäten gesperrt. Einen Teil der abgesteckten Angelstellen erreichten wir zu Fuß, einige nur mit dem Auto, andere allerdings gar nicht, da die Stellen sich auf den Inseln befanden. So konnten wir uns wenigstens oberflächlich ein Bild machen. Diese Erkenntnisse, gepaart mit der Fangstatistik der letzten WCC am Madine und den wertvollen Tipps der anderen Teams favorisierten wir etwa ein Drittel der 130 Plätze, denn beim abendlichen Losverfahren hatte man die Möglichkeit das erste Los bei Nichtgefallen gegen ein zweites Los auszutauschen. Wir fertigten eine Liste mit den etwa 40 Favoritenplätzen an. Der letzte Abend vor dem eigentlichen Wettkampf rückte immer näher. Die feierliche Veranstaltung mit der Auslosung der Angelstellen, genannt Pegs, begann mit einem großen Buffet. In einer Festhalle fanden sich Veranstalter, Marshalls, Helfer, Teams, Presse und Gäste zusammen. Diskussionen kamen auf. Welcher Platz wird in diesem Jahr die meisten Fische bringen? Wird der bisherige WCC-Karpfenrekord von 23,7 Kg endlich geknackt? Nach einigen Ansprachen kam es zum eigentlichen Höhepunkt, der Verlosung, von allen mit Spannung erwartet. Denn hier wurde im Prinzip schon die WCC entschieden, mit Vergabe der zu befischenden Stellen der Grundstein für Erfolg oder Misserfolg gelegt.
Losglück?
Als wir endlich als 103tes Team an der Reihe waren, ging ich aufgeregt, mit zittrigen Knien die letzten Schritte Richtung Lostopf. Ich fischte ein Los aus den verbliebenen 27 Stück. „Sektor Jet Fisch / Peg 7“. Dieses war ein Eckplatz auf einer kleinen Insel. Ein Blick auf unsere Favoritenliste, ja es war einer unserer Topplätze, wenn auch nicht der Beste. Kurzer Blickkontakt untereinander, 15 Sekunden hatten wir noch Zeit uns zu entscheiden. „ Yes we`ll keep it“ Erleichtert, jedoch mit gemischten Gefühlen verbrachten wir die letzten Stunden vorm Fischen im Halbschlaf.

Kraut, nichts als Kraut
Montag früh um sieben Uhr ging es dann endlich los. Die Boote wurden zum Wasser gebracht und mit Unmengen von Ausrüstung beladen. Die Teilnehmer, die Plätze auf den Inseln gezogen hatten, konnten wahlweise alleine übersetzen oder den Shuttleservice vom Veranstalter nutzen. Das konnte dauern. Wir wollten zum Platz, deshalb machten wir unsere zwei Banana-Falt-Boote startklar und machten uns auf den Weg. Da wir nur einige hundert Meter zurückzulegen hatten, waren wir relativ schnell auf unserer Insel, auf der es noch weitere neun Pegs gab. Schon beim Übersetzen erschraken wir beim Anblick der riesigen Krautfelder kurz unter der Wasseroberfläche. Das war mit dem Fernglas in diesem Ausmaß in nicht Weise zu erkennen. Da der Wettkampf erst um 15 Uhr beginnen sollte, hatten wir noch ausreichend Zeit, unser Camp wettertauglich aufzubauen und einige Vorbereitungen bezüglich der Montagen zu treffen. Mit dem Startschuss zu Wettkampfbeginn durfte der See erstmals zum Loten, Füttern und Markieren der Stellen befahren werden. Schwimmwesten waren Pflicht und die Montagen durften auf maximal 200 Meter ausgebracht werden. Die Einhaltung der Vorschriften wurden durch die in jedem Sektor verantwortlichen Marshalls strengstens überwacht. Beim ersten Vergehen gab es die gelbe Karte, beim zweiten,...... na das kennen wir ja vom Fußball. Doch soweit wollten wir es nicht kommen lassen und hielten uns an die Spielregeln. Wir fischten jeder mit zwei Ruten, platzierten eine im für diese Jahreszeit eigentlich zu flachen Uferbereich und drei Ruten in etwa bis zu 180 Metern Entfernung, da dort die Krautfelder nicht mehr ganz so dicht waren. Um Fische an den Platz zu locken, fütterten wir großflächig etwa 20 Kg Hanf, Pellets und Boilies. Nach etwa einer Stunde gab es Aufregung zwei Pegs weiter, wo unsere Freunde aus Halle bereits den ersten Biss bekamen, diesen Fisch aber leider verloren – das geht ja gut los!

Erste Aktionen
Mit Einbruch der Dunkelheit gab es an meiner rechten Rute die erste Aktion. Höchstens zwei Sekunden später stand ich mit krummer Rute im knietiefen Wasser. Da uns ein Drill durch das dichte Kraut unmöglich erschien, hatten wir vereinbart, bei jedem Biss das Boot zu benutzen, um schnell über den Fisch zu kommen. Einige Minuten später kescherte ich einen kleinen Waller. Die harten Beulen an seinem kleinen Bauch verrieten uns, dass unsere „Wunderkugeln“ Anklang fanden. Hoffentlich auch bei den Karpfen.... Also Rute wieder raus und etwas Futter hinterher. Weitere Bisse blieben jedoch vorerst aus. Nach den Anstrengungen des Tages, verkrochen wir uns ins Zelt. Am nächsten Tag zeigte sich der Lac de Madine von seiner ganzen Schönheit. Spiegelglattes Wasser, weite Sicht und Sonne ohne Ende. Das Wetter war nicht optimal zum Fischen, aber Urlaubsfeeling kam auf. Anschließend erfuhren wir von den Marschalls, dass bisher auch an den anderen Stellen des Sees noch nicht sehr viele Fische gefangen wurden. Am frühen Nachmittag gab es den nächsten Fisch auf unserem bereits erfolgreichen Spot, eine wunderschöne Schleie von 2,5kg.
Die Montage lag kurze Zeit später wieder am Platz und wir hielten gerade einen kleinen small talk mit den Marschalls. Unser Gespräch wurde durch das Piepen meines Delkims unterbrochen. Mit der Rute in der Hand bin ich sofort ins Boot. Schnell noch die Schwimmweste an, wir waren ja unter Beobachtung. Die ruckartigen Bewegungen beim Abstoßen des Bootes brachten mich aus dem Gleichgewicht und ich fiel rückwärts auf meinen Kescherstiel. Gelächter der Marschalls, ich fand es gar nicht so lustig. Trotzdem hieß es, mit dem E-Motor schnellstmöglich über den Fisch zu kommen. Kurze Zeit später traute ich meinen Augen kaum...Ein großer Hecht hatte sich in eine etwa 30cm große Plötze verbissen, welche meinen Boilie samt Haken eingesaugt hatte. Mit meinem abgebrochenen Kescher (zum Glück hatten wir noch zwei Ersatzkescher dabei) brachte ich die beiden Fische sicher ins Boot. Das brachte mir nun allerdings auch ein breites Grinsen übers Gesicht. Zurück am Ufer staunten die Marschalls Bauklötzer. Wir lachten nun alle gemeinsam, machten ein paar schöne Fotos von dem 90cm langen Hecht und setzten ihn danach behutsam zurück. Das war doch schon mal ein Highlight! Bei der Wertung von Raubfischen hätten wir sicherlich ganz weit vorn gelegen, jedoch waren wir auf der World Carp Classic, wo diese Fische natürlich nicht berücksichtigt wurden. Am nächsten Morgen erfuhr ich von Marschall Chris, das Frank Warwicks Team im benachbarten Sektor einen gigantischen Karpfen von 26,1Kg fing. Diese Info hatte er per Funk von seinen Kollegen bekommen. Chris erzählte mir, dass er auch gerne mal solch einen riesigen Karpfen „life“ sehen würde. Scherzhaft gab ich ihm zu verstehen, dass er doch nächsten Morgen einfach mal bei uns vorbeikommen sollte. Spaß und Optimismus liegen bei uns ganz dicht beieinander.

Vollrun und fast 50!
Der dritte Tag verlief insgesamt sehr ruhig. Ein irisches Team, nicht weit entfernt von uns, fing am Nachmittag den ersten!!! Karpfen auf unserer Insel. Ein Spiegler mit 7,6kg. Sollte das schon den Sektorensieg bedeuten? Aus anderen Bereichen des Sees wurde immer wieder von zahlreichen Karpfen bis 20kg berichtet. Warum passierte hier nichts? Im Laufe des vierten Tages bissen noch eine Plötze und eine Rotfeder. Doch in dieser Nacht, kurz nach der Geisterstunde, hatte Stefan einen „Vollrun“. Das war der Augenblick, auf den wir schon Tage warteten. Stefan: „Mein Herz raste, mit Pauls Hilfe und mit der bis ins Handteil gebogenen Rute ins Boot, diesmal ohne den Kescher zu zerbrechen, volle Power zum knapp 200 Meter entfernten Spot... Ich verspürte einige kraftvolle Schläge am Ende der Schnur. Kurze Zeit später zeigte sich im Mondschein ein weißer Bauch an der Oberfläche. Aufgrund der geringen Gegenwehr rechnete ich mit keinem sehr großen Fisch. Ich war nur glücklich, als die Maschen meines Keschers den Fisch sicher umschlossen. Geschafft... Das ist er, unser erster Madine-Karpfen. Durch meine innere Aufregung und enormen Adrenalinüberschuss, spürte ich beim über die Bordwandheben noch nicht das wahre Gewicht des Fisches. Bei der Rückkehr erwartete mich Paul bereits im flachen Wasser.“ Paul: Dort nahm ich den Fisch samt Kescher mühsam aus dem Boot und sagte nur: „Der hat 50!“ Behutsam kam der Fisch auf die Abhakmatte, wurde versorgt und vorläufig im Karpfensack ins Wasser gelassen. Dann suchte ich die Marschalls auf, damit diese regelgerecht den Fisch wiegen und eintragen konnten. Chris kriegte sich nicht mehr ein und meinte nur immer wieder: “That is a massive carp, absolutly stunnig“ (ein massiver Fisch, umwerfend schön!). Der Fisch brachte satte 24,75Kg auf die Waage. Zum offiziellen Fototermin sollte am nächsten Morgen das Kamerateam erscheinen. An Schlaf war in den nächsten Stunden erst mal nicht zu denken. Wir köpften gleich mal eine eigens für den ersten Fisch vorgesehene Flasche Sekt.
Fototermin
Morgens gegen 9.00 Uhr kamen Fotografen und Kamerateam zu unserem Peg. Schnell waren einige Aufnahmen, ein Film und ein Interview gemacht und der Fisch konnte kurze Zeit später wieder in sein Element entlassen werden. Den Rest des Tages blieb es windig und regnerisch, was ein erneutes Ausbringen der Ruten erschwerte. Zeitweise herrschte am See sogar Bootsverbot. Entgegen unserer Hoffnungen, vielleicht noch einen weiteren Karpfen fangen zu können, blieb es ruhig in der letzten Nacht. Am Morgen waren wir gespannt, ob eventuell jemand anderes in unserem Sektor noch Fische gefangen hatte. Als die beiden Marschalls uns besuchten und erzählten, dass dies nicht der Fall sei, war die Freude über unseren Triumph groß. Mit nur einem Fisch, wenn auch einem Außergewöhnlichen, konnten wir den Sieg in unserem Sektor „Jetfish“ für uns entscheiden. Als sich alle Teilnehmer zur Siegerehrung in der Veranstaltungshalle eingefunden hatten, konnte mit der Siegerehrung begonnen werden. Für den allgemeinen Sektorensieg und den größten Fisch in unserem Sektor erhielten auch wir einige tolle Preise. Insgesamt haben die deutschen Vertreter mit drei Sektorensiegen, dem schwersten Fisch und dem dritten Platz in der Allgemeinwertung so gut abgeschnitten wie nie zuvor. Den ersten Platz in der Gesamtwertung belegte allerdings erneut ein Team aus England, mit insgesamt 26 Karpfen und einem Gesamtgewicht von 347,5 Kg. Der absolute Wahnsinn! Allerdings handelte es sich bei deren Peg auch um die Siegerstelle des vergangenen Jahres, eine markante Stelle im See, wie es sie nur einmal gibt. Wie wir erfuhren, wird diese Stelle bei der nächsten WCC nicht mehr verlost, um die Chancengleichheit zu wahren. Die World Carp Classic 2009 war für uns ein herausragendes Erlebnis. Für uns jetzt schon fest, dass wir im kommenden Jahr wieder dabei sein werden, wenn es morgens zwischen den zahlreichen Camps lautstark ertönt: „Goood morning Maaadiiiiiinne“!

PS Carp Team
Paul & Stefan Pschierer
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