|
Digitaler Fischfinder - das HDS-5 von Lowrance (03/2010) |
|
Eins vorweg: Ich bin kein Technik-Freak. Trotzdem hat mich das HDS-5 aus dem Hause Lowrance in den letzten acht Monaten restlos begeistert. Der Respekt vor der dicken Bedienungsanleitung war groß, aber unbegründet. Die Einstellmöglichkeiten des mit digitaler Broadband-Technologie arbeitenden Kombi-Gerätes aus Echolot und GPS/Kartenplotter mit integrierter 16-Kanal-Antenne sind zwar enorm, aber erstaunlich leicht zu verstehen. Ohne Probleme können wir von reiner Echolotanzeige zu kombinierter Ansicht Echolot/GPS wechseln. Die Breite beider Teilanzeigen ist einstellbar. Das HDS-5 arbeitet mit Navionics-Seekarten. Ich wechsele die Darstellung häufig: Suche ich nach Strukturen oder Fischen, wähle ich die reine Echolotanzeige. Trotzdem kann ich jederzeit Wegpunkte setzen, wenn ein Hecht einsteigt oder ein unbekannter Barschberg auf dem Schirm erscheint. Sehe ich etwas gerade noch aus dem Bild laufen, kann ich per Track Back-Funktion die Anzeige zurückspulen, um den Wegpunkt präzise zu setzen! Wechsele ich später in die geteilte Bildschirmansicht, erscheinen alle Wegpunkte in der GPS-Hälfte des Schirms. Die kombinierte Anzeige hat mir gerade auf großen Gewässern viele Fische gebracht. Oft sind es begrenzte Bereiche, in denen Fische stehen. Beim HDS-5 können wir die Wegpunkte benennen. Ich versehe jeden Biss mit einem Kürzel für Fangmonat und Lauftiefe des Köders. Aber auch weitere Infos wie den verwendeten Köder kann ich abspeichern. Über welcher Wassertiefe der Wobbler arbeitete, speichert das HDS automatisch, genauso wie Uhrzeit und Datum. So entsteht eine aussagekräftige Datenbank. Immer wichtig bei Echoloten: ein gut zu lesender Bildschirm. Als Farbecholot mit starker Anzeige gibt sich das HDS-5 keine Blöße und verschafft mir selbst bei grellem Sonnenschein einen guten Überblick. 480 x 480 Pixel sorgen für detailreiche Darstellungen auf dem Schirm mit 12,7 Zentimetern Bilddiagonale. Ein weiteres technisches Highlight: Wir können eine zusätzliche Bodenbegrenzungslinie anzeigen lassen. Sie macht die Trennung von Fischen und Boden leicht. Bisher habe ich das HDS-5 nur im Süßwasser bei Tiefen bis 60 Meter eingesetzt, doch durch die Broadband Sendetechnik ist es auch für Norwegentouren perfekt und erreicht große Tiefen. Aus der HDS-Reihe sind zwei weitere Kombigeräte mit größeren Bildschirmen sowie reine Echolote und Kartenplotter erhältlich. Die Preise für die Echolote beginnen bei rund 768 Euro, das günstigste Kombigerät (HDS-5) gibt’s ab 942 Euro (alle Preise für Festeinbau-Geräte inklusive Standardgeber). Als portable Ausführung kostet das HDS-5 rund 1100 Euro. Die Geräte mit Echolotfunktion sind auch mit der neuen StructureScan-Technik, die Bilder ähnlich einer Unterwasserkamera liefert, nachrüstbar. Für diesen Betrieb ist ein spezieller Geber notwendig. Lieferer an den Fachhandel für Lowrance-Geräte ist Think Big. Internet: www.thinkbig-online.de
Arnulf Ehrchen
|
Comments
Track Back funktioniert also auch bei eingelegter Seekarte? Das HDS 5 hat ja leider nur einen Kartenslot.
mfg