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Mal kurz nach Dänemark... (07/2008) |
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Elmar Elfers
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Mein Kumpel Andi und ich planten Mitte Mai mal wieder einen Kurztrip von Freitag bis Sonntag zu unseren nördlichen Nachbarn. Hinter der deutsch-dänischen Grenze sollte es rundgehen. Da es lange hell ist, kann man viel angeln und produzieren! Mit Fliege und Spinnerbaits auf Hecht in den Auen, Friedfisch-Pirsch in Fluss und See, ein wenig Put&Take-Angeln und natürlich mit der Trockenen auf scheue Salmoniden im Vidå-System. Eine Geschichte für Fisch & Fliege, eine für Rute & Rolle und was fehlt noch? Ach ja, zahlreiche Bilder für den nächsten Dänemark-Beihefter. Soweit die Theorie. Beim Packen merkte ich, dass mein Polo-Kombi kein Kleintransporter ist: Schlauchboot, Anker, Schwimmwesten, zwei Sitzboxen, zehn Kilo Anfütterung, zwei Futtereimer plus Sieb, Klamotten für zwei Personen, zwei Kescher, Abhakmatte, vier Fliegenruten, acht weitere Friedfisch- und zwei Spinnruten. Was vergessen? Ach ja, Kühltasche, Chest-Packs, Kamera- und Rollentasche sowie Schirm, Überwurf und Rutenständer. Irgendwie ging alles rein. Start: Freitagmorgen 4 Uhr. Von meinem Beifahrer sah ich nichts. Die bis in den Frontbereich ragenden Rutentaschen erlaubten nur akustischen Kontakt. Es ging direkt ans Wasser. Um sechs Uhr hielt ich den ersten halbstarken Hecht in die Kamera. Es folgten vier weitere. Neun Uhr – Hunger! Ab nach Tønder und schnell eingekauft. Danach Wagen ausgeräumt und alles zum Bootsangeln wieder rein. 10.30 Uhr: schweißtreibendes Aufpumpen des Bootes. Es folgte eine kurze Tour auf dem Magisterkogen. Viele Hechte bis 60 Zentimeter waren leider nicht wirklich der Lohn der Mühe. Um 16 Uhr legten wir wieder an und drückten im Eiltempo die Luft aus den Kammern. Bei sengender Sonne stopften wir den Gummi-Kahn in die Transport-Tasche und fuhren zurück zur Unterkunft. Schnell noch ein paar Würfe am Teich. Kein Biss. Ein Anruf: Alte Freunde waren auch in Dänemark. Nur zehn Minuten entfernt. Ok, grillen ist nicht schlecht. Wir und das leichte Fliegengerät verschwanden im Auto. 18.30 Uhr – Die Kohle wollte nicht glühen und der Abendschlupf an der Aue rückte näher. Wir hörten die Forellen schon steigen…! Der Sicherheitsbrennstoff machte seinem Namen alle Ehre. Endlich, die Sonne küsste schon fast den Horizont, als die Steaks in unsere knurrenden Mägen wanderten. Dann starteten wir noch kauend zum Abendschlupf. Allerdings schlürften nur ein paar Rotfedern die Maifliegen von der Oberfläche. Um 23 Uhr zogen wir uns die Decke über die und um 4 Uhr von der Nase. Nach einem schnellen Frühstück und ein paar Forellen aus dem Teich die Frage: Wo geht’s heute hin? Die Wahl fiel auf den Hostrup See. Gerät verstaut und 25 Kilometer später erreichten wir die Kaserne am Søgard. Ein Schild „Fiskekort“ wies uns den Weg zu einer geschlossenen Tür. Klar, war ja auch Samstag. Hm, in Sonderburg gab’s doch auch Lizenzen. Wieder 25 Kilometer auf der Uhr. Apropos Uhr. 9 Uhr Ankunftszeit. In Dänemark öffneten die Geschäfte aber erst… Wir hatten Glück. Um 9.30 Uhr erwachte das Leben in der Einkaufsstraße. Wir bogen vom Parkplatz rechts ab und liefen gut einen Kilometer durch Sonderburg. Wo war der Angelladen? Auf dem Rückweg sahen wir ihn – direkt gegenüber vom Parkplatz. Der nette Däne verneinte den Wunsch nach einem Angelschein und verwies uns wieder auf die Kaserne. Eine Tür weiter sollte auch an Wochenenden die Ausgabe sein. Ok, rein ins Auto und wieder zurück. Aber das Schild an der Tür versprach nichts Gutes: „….Telefon…ikke….“ Eine freundliche Dänin half uns, ruft die angegebene Nummer an und wünschte einen guten Fang. Es öffnete sich die Tür und wir erhielten die Info: Saison ab 1. Juni! Dann nahm der Tag wieder seinen gewohnten Lauf: Hechte angeln, Boot aufpumpen, Friedfischangeln und Abendschlupf. Spät am Abend kam die Erkenntnis: Zwei Tage sind eben keine Woche… |
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