| Matthias Six |
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Chefredakteur |
| Geburtsdatum |
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10. März 1963 |
| Geburtsort |
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Lübeck |
| Familienstand |
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verheiratet, eine Tochter |
| Lieblingsfische |
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Meerforelle, Hecht, Lachs und Dorsch |
| Lieblingsländer |
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Schweden, Alaska, Irland |
| Hobbys |
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Angeln seit mehr als 25 Jahren, Fußball, Squash und Lesen |
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Start durch Stipper
Ich bin aus der Art geschlagen: In meiner 19-köpfigen Verwandtschaft hat niemand Interesse am Angeln gehabt, geschweige denn ist dem Fischen verfallen. Das Verhängnis nahm an einem schönen Sommertag 1974 seinen Lauf: Während eines Spazierganges in der Nähe des Ortes Rothenhusen an der Wakenitz sah ich ihn sitzen. Kaffee, Klappstuhl und Kopfrute - mehr brauchte er nicht zum Glücklichsein. Zum Erstaunen meiner Eltern war ich nicht mehr von der Stelle zu bewegen. Geschlagene drei Stunden leistete ich dem älteren Herren Gesellschaft - mucksmäuschenstill, fasziniert und interessiert.
Seit diesem Moment war alles andere nur noch Nebensache. Ich wollte unbedingt angeln. Und so nervte ich meine Eltern, bis sie mir die erste Rute und Rolle schenkten. Damit ausgerüstet ging es an einen kleinen Feuerlöschteich - und die ersten Rotaugen und Barsche wanderten in einen Eimer. Dann war es endlich so weit - einen Tag nach meinem zwölften Geburtstag trat ich in den Lübecker Sportfischerverein ein. Von da an hatten meine Eltern keine ruhigen Tage und Nächte mehr. Da ich nur ein Fahrrad besaß, betätigte mein Vater sich des Öfteren als Taxifahrer. Er fuhr mich zum Nachtangeln oder kutschierte mich während der größten Bruthitze nach Travemünde zum Buttangeln. Meinen größten Fisch fing ich damals allerdings nicht in Deutschland, sondern bei Verwandten in Schweden. Es war ein 65 Zentimeter langer Hecht aus einem kleinen Graben, der meinen Big S zum Fressen gern hatte. Stolz wie Oskar präsentierte ich meinen Fang und war mir sicher - ich hab' das schönste Hobby der Welt!
Damals konnte ich natürlich noch nicht ahnen, dass ich mit dieser Leidenschaft mal meinen Lebensunterhalt verdienen würde. Während meiner Schulzeit kam neben dem Angeln noch die Begeisterung für die Fotografie dazu. Und für mich war klar: Matthias, du wirst Fotograf. Nach einer dreijährigen Ausbildung als Einzelhandelskaufmann im Fotobereich führte mein Weg mich nach Berlin an den Lette-Verein - eine Fachschule für Fotografen und Designer. 1985 kam ich dann als selbstständiger Werbefotograf nach Hamburg. Auch wenn das Angeln in dieser Phase mein Leben zwar nicht mehr bestimmte, nahmen Ruten und Rollen einen großen Teil der Freizeitbeschäftigung in Anspruch.
Ein Zufall brachte mich mit dem Jahr-Verlag in Berührung. Und von da an arbeitete ich als freier Mitarbeiter für den Blinker und die AngelWoche. Das änderte sich 1988 schlagartig. Heinz-Jörg Behrens, damaliger Chefredakteur der AngelWoche, bot mir einen Job als Redaktionsassistent im Reiseressort an. Nach einem langen Wochenende ohne Schlaf unterschrieb ich meinen Arbeitsvertrag. Fünfeinhalb Jahre später erhielt ich dann 1993 als stellvertretender Chefredakteur der AngelWoche ein Angebot des top special Verlages.
Rute & Rolle ist seitdem meine zweite Heimat. Heute allerdings in der Möller Neue Medien Verlags GmbH. Mit meiner Ernennung zum Chefredakteur von Rute & Rolle 1997 bin ich Anführer einer sechsköpfigen Bande, die nichts anderes als Angeln und Fische im Kopf hat - tja, wenn das der ältere Herr aus Rothenhusen wüsste! |
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