Redakteur
16. März 1973
Göttingen
verheiratet
Hecht, Schleie, Karpfen
siehe Verbreitungskarte des Hechtes
Angeln, Lesen, Fittness-Sport

 

Fische von Anfang an
Die Flossenträger fanden mein Interesse schon, als ich noch nicht lesen konnte. Kein Wunder, dass später Fischbücher die ersten Plätze in meinem Bücherregal einnahmen. Schnell gesellte sich zum Interesse an Fischen und ihrer Lebensweise aber auch mein Jagdtrieb. Egal, ob Ukelei im Fluss oder Karpfen im Parkteich: Fangen wollte ich sie alle. Die gerade mal 150 Meter Luftlinie zwischen Elternhaus und Fluss waren da natürlich kein ernstzunehmendes Hindernis und nach dem Erwerb des obligatorischen Angelsets (Preis: rund 30 Mark und natürlich eingeschweißt!) ging es auf die Jagd nach Fisch. Ein größeres Problem waren da schon die gesetzlichen Bestimmungen, die in Niedersachsen Kindern unter zwölf Jahren das Angeln verwehrten. Prompt wurde ich beim Schwarzangeln erwischt und ordentlich ins Gebet genommen. Da war ich knapp elf Jahre alt. Nach einem Angeljahr an Feuerlöschteichen und anderen, nicht verpachteten Gewässern, führte mich der Weg dann natürlich direkt in den örtlichen Angelverein.
Dem Angeln bin ich seit diesen Zeiten treu geblieben. Meine wichtigsten Lehrmeister in Sachen Angeltechnik waren übrigens Angelbücher und -zeitschriften. Gerade letztere verschlang ich jeden Monat in Windeseile. Arnulf EhrchenSo bekam ich natürlich auch Rute & Rolle schon mit der ersten Ausgabe in die Hand. Einige wichtige Tipps bekam ich aber auch von angelnden Bekannten meiner Eltern. Ohne die hätte ich mit dem auf Grund gelegten Blinker wahrscheinlich noch lange auf einen Biss warten müssen. Am Wasser hab ich es meist auf Hechte abgesehen. Für diese Leidenschaft mache ich einen bestimmten Satz in der Gewässerordnung meines Heimat-Angelvereins verantwortlich: Mitglieder der Jugendgruppe dürfen nicht auf Raubfisch angeln. So musste ich warten, bis ich 18 war, bevor ich das erste Mal meinen Blinker in heimische Gewässer feuern durfte. Das größte Problem daran: Im Urlaub mit den Eltern (Finnland, Schweden) hatten sich bereits die ersten Hechte auf den Ködern und in meinem Kopf verewigt. Kein Wunder, dass sich seit meinem 18. Geburtstag einiges an aufgestauter Hecht-Leidenschaft am Wasser entlud. Den grimmigen Räubern bin ich bis heute treu geblieben, doch kam mit der Karpfenangelei ein zweites anglerisches Standbein dazu. So kam es in meiner Studienzeit (Biologie in Hamburg) schon mal vor, dass ich lieber Boilies gerollt habe, als mir eine Vorlesung in Botanik anzuhören.
Über einen Freund kam ich in Kontakt zur Redaktion des Blinkers, für die ich dann auch ein paar kleine Sachen schreiben durfte. Zu dieser Zeit entstand auch der Wunsch, später in einer Angelredaktion meine Brötchen zu verdienen. Nach dem Studium wurde diese Idee wirklich wichtig, denn sie war viel reizvoller als eine Laufbahn in der Wissenschaft. Also bewarb ich mich fleißig in den Redaktionen, natürlich auch bei Rute & Rolle - und hatte das notwendige Glück. Im Februar 2001 durfte ich meinen Platz in diesem klasse Team einnehmen. Dass ich mit der Stelle meinen Traumjob gefunden hatte, merkte ich schnell. So steht heute für mich fest: Bei Rute & Rolle bleib' ich bis zur Rente.