Home Wochenend mit „Happy End” (01/2008)

Rute&Rolle-Logo

Jagd und Hund 2012
Fishing Festival
Wochenend mit „Happy End” (01/2008)

 

Siegbert Stümke
Siegbert Stümke
Endlich wieder mit dem Team auf Tour. Jedes Jahr geht unser legendärer „Betriebsausflug” einfach irgendwo hin, meistens nach Dänemark. Weil uns da keiner kennt, oder kaum. Holger, Tom, Elmar, Matthias, Tobias,  Arnulf, Sven und Siegi – fast das gesamte Redaktions-Team machte sich diesmal auf nach Langeland. Die Fahrzeuge randvoll gestopft mit Bier, Bohnensuppen, Brot und Boots-Geschirr, denn zwei Tage stand Meeresangeln auf dem Programm. Erster Tag Plattfisch, zweiter Tag Dorsch, so der Plan. Pläne sind in erster Linie dazu da, geändert zu werden. Im Angelgeschäft in Spodsbjerg erfuhren wir: auf den Plattfischbänken null Drift! Fängt ja schon mal toll an. Meine „Thementasche” mit einem fußballgroßen Knäuel aus Vorfächern, twisterzerfressenen Plastikboxen und verrosteten Haken konnte ich gleich wieder aus dem Kofferraum nehmen und gegen meine Thementasche „Dorsch” austauschen. Sah auch nicht besser aus. Pilker, auf die schon das Angelmuseum in Hodenhagen ein Auge geworfen hat, Haken, noch mit Wattwürmern vom Vorjahr beködert... Bin halt ein echter Meeresprofi! So ausgerüstet standen die Chancen nicht gerade gut, im Spitzenfeld mitzumischen. Denn es ging um was: die Ehre, auf unserem großen Zinnteller als „bester Angler” der Redaktion verewigt zu werden, und natürlich um einen sachbezogenen Ehrenpreis – oder ehrenbezogenen Sachpreis? Und es kam, wie’s kommen musste: Dank der guten Vorbereitung und perfekten Gerätezusammenstellung konnte ich in sechs Stunden zwei maßige Dorsche von knapp 50 Zentimetern zur Vermessungsstelle schleifen – Platz 5, immerhin! Was allerdings ein kleiner Trost war, denn durch diese Platzierung hatte ich die Ehre, mit unserem Plattfisch-König Holger für den nächsten Tag ein Team zu bilden, das Team „Ouzo”. Gegen die Teams „Stonsdorfer”, „Feigling” und „Smirnoff” ging’s am zweiten Tag um die Team-Meisterschaft, natürlich ebenfalls verbunden mit einer Gravur für die Ewigkeit auf dem Team-Teller, auf den ich mich schon im vergangenen mogeln konnte. Bombenstart auf der Plattfischbank – allerdings nicht für unser Team. Tobias legte gleich mit einem halben Dutzend vor, sein Team-Kollege Tom ebenfalls. Schon fast nicht mehr aufzuholen. Mein „Macker“ tat sich schwer, setzte von Anfang an auf eine falsche Montage. Mein frisch gekauftes, etwas eingekürztes Gebimmel mit bunten Perlen und Perlmutt-Löffeln kämpfte sich allerdings langsam, aber sicher ins Spitzenfeld vor. Vor allem, weil Tom seine Erfolgsmontage am Grund geparkt hatte und in seiner Box verzweifelt nach Ersatz wühlte – aber nichts fand. Stoßgebete Richtung Holger – gib alles! Meine stillen Gebete fanden ihren Weg quer über den Kutter, Holger wechselte die Montage – und fing! Eine nach der anderen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Team „Feigling” Matthias und Elmar bahnte sich an. Aber Elmar, der sehr gut vorgelegt hatte, bekam einen Schwächeanfall, erwischte bei zwei langen Driften keinen einzigen Platten mehr. Verzweiflung bei Matthias. Zitat: So kannste nicht gewinnen! Damit stand fest: Sieg für Team „Ouzo”! Gravur gesichert,
Sach-, Ehren-, Ehren-Sachpreis, ist ja auch egal, abgeräumt, ein paar Seitenstiche Richtung der Nächstplatzierten – ein schöner Tag. Und die Moral von der Geschicht: Aufgeben gibt es nicht!
 
 
Joomla 1.5 Templates by Joomlashack